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Ratgeber8 Min. Lesezeit

Ladegerät mit RFID-Karte: So schützen Sie Ihre Wallbox auf dem Gemeinschaftsparkplatz

Können andere Ihr Ladegerät auf dem Parkplatz der Wohnanlage oder des Unternehmens mitbenutzen? Wir erklären, wie ein Ladegerät mit RFID-Karte funktioniert, für wen es nötig ist, welche weiteren Methoden gegen unbefugte Nutzung es gibt und wie Sie den Verbrauch bei mehreren Nutzern nachverfolgen.

Site kapalı otoparkında duvar tipi şarj cihazına RFID kart okutan bir kişi ve şarja bağlı elektrikli SUV

Sie haben in der Tiefgarage Ihrer Wohnanlage eine Wallbox installiert. Ein paar Wochen später fällt die Stromrechnung höher aus als erwartet, oder Sie kommen morgens zu Ihrem Auto und sehen, dass das Ladekabel in einem anderen Fahrzeug steckt. Bei Ladegeräten in gemeinschaftlich genutzten Bereichen kommt so etwas häufiger vor, als man denkt – denn eine Wallbox mit frei zugänglichem Kabel lädt standardmäßig jedes Fahrzeug, das angeschlossen wird.

In diesem Ratgeber erklären wir verständlich, was ein Ladegerät mit RFID-Karte ist, wie es funktioniert, für wen es wirklich sinnvoll ist und welche weiteren Möglichkeiten es gibt, Ihr Ladegerät auf einem Gemeinschaftsparkplatz vor unbefugter Nutzung zu schützen.

Was ist ein Ladegerät mit RFID-Karte?

RFID steht für Radio Frequency Identification, also „Identifikation per Funkfrequenz“. Es ist dieselbe kontaktlose Technik, die Sie im Alltag von Zutrittskarten für Gebäude, Fahrkarten im Nahverkehr und Hotelzimmerkarten kennen.

Bei einem Ladegerät mit RFID-Karte genügt es nicht, das Kabel in das Fahrzeug zu stecken, damit der Ladevorgang beginnt. Der Nutzer muss zusätzlich eine im Gerät hinterlegte Karte an den Lesebereich halten. Wird die Karte erkannt, startet die Ladung; wird sie nicht erkannt, gibt das Gerät keinen Strom frei. Kurz gesagt: Die RFID-Karte funktioniert wie ein Schlüssel für Ihr Ladegerät.

Wie funktioniert es?

Bei einem Ladegerät mit Kartenfreigabe läuft die Nutzung typischerweise so ab:

  1. Kabel einstecken. Zwischen Fahrzeug und Ladegerät wird eine Verbindung hergestellt, es fließt aber noch kein Strom.
  2. Karte vorhalten. Der Nutzer hält die Karte an den Lesebereich am Gerät.
  3. Berechtigung prüfen. Das Gerät prüft, ob die gelesene Karte zu den hinterlegten Karten gehört.
  4. Ladevorgang starten. Ist die Karte berechtigt, beginnt die Ladung; andernfalls bleibt das Gerät im Wartemodus.

Diese Schritte dauern nur wenige Sekunden und sind im Alltag kaum ein Aufwand. Da die Reihenfolge beim Vorhalten der Karte und das Anlernen von Karten je nach Modell unterschiedlich sein können, richten Sie sich bitte nach der Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

Für wen ist es sinnvoll?

Nicht jedes Ladegerät braucht eine Kartenfreigabe. Die Entscheidung hängt davon ab, wo das Gerät installiert ist und wer dort Zugang hat.

Installationsort Risiko unbefugter Nutzung Empfehlung RFID-Karte
Abgeschlossene Privatgarage Gering In der Regel nicht nötig
Einfamilienhaus, Garten oder offener Stellplatz Mittel Sinnvoll, wenn das Gerät von der Straße aus erreichbar ist
Gemeinschaftsparkplatz einer Wohnanlage oder eines Mehrfamilienhauses Hoch Empfohlen
Firmen-, Büro- oder Betriebsparkplatz Hoch Empfohlen
Gemeinsam genutztes Gerät mit mehreren Personen Abhängig von der Anzahl der Nutzer Empfohlen für Zugangskontrolle und nutzerbezogene Auswertung

Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser

Auf einem Gemeinschaftsparkplatz kommen viele Menschen an Ihrem Gerät vorbei: andere Bewohner, Gäste, Service- und Wartungspersonal. Wird Ihr Ladegerät über Ihren eigenen Zähler versorgt, landet jede Kilowattstunde, die jemand anderes lädt, direkt auf Ihrer Rechnung. Ein Gerät mit Kartenfreigabe beseitigt dieses Risiko weitgehend. Die grundlegenden Schritte für die Installation auf einem Gemeinschaftsparkplatz haben wir ausführlich in unserem Ratgeber Ladegerät für Elektroautos in Wohnanlage und Mehrfamilienhaus installieren beschrieben.

Unternehmen und Fuhrparks

An einem Ladepunkt, den Mitarbeitende oder Firmenfahrzeuge gemeinsam nutzen, geht es weniger darum, das Gerät zu sperren, als vielmehr darum, zu wissen, wer es nutzt. Die Kartenfreigabe stellt sicher, dass nur berechtigte Personen das Gerät verwenden; eine nutzerbezogene Auswertung erleichtert es, den Verbrauch den einzelnen Personen zuzuordnen.

Einfamilienhäuser

Hängt das Gerät in einer geschlossenen Garage, ist eine Karte meist überflüssig. Befindet es sich jedoch an einer Gartenmauer, die von der Straße aus erreichbar ist, lohnt sich ein Modell mit Kartenfreigabe oder zumindest ein smartes Gerät, das sich aus der Ferne starten und stoppen lässt.

Weitere Schutzmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung

Die RFID-Karte ist nicht die einzige Lösung. Es gibt mehrere Wege, Ihr Ladegerät zu schützen, und sie lassen sich auch kombinieren:

  • Starten und Stoppen per App: Bei smarten Ladegeräten können Sie den Ladevorgang über das Smartphone starten und stoppen. Das Gerät nach Ladeende per App zu stoppen, ist ein praktischer Weg, um zu verhindern, dass das Kabel an ein anderes Fahrzeug angeschlossen wird.
  • Benachrichtigungen: Push-Meldungen auf Ihrem Smartphone beim Start oder Ende eines Ladevorgangs helfen Ihnen, eine unerwartete Nutzung zu bemerken.
  • Nutzungsverlauf: Wer Ladeverlauf und Energieverbrauch regelmäßig prüft, sieht am einfachsten, ob zu Zeiten geladen wurde, in denen Sie selbst nicht geladen haben.
  • Physischer Schutz: Ein abschließbarer Schutzschrank für das Gerät bietet eine zusätzliche Schutzebene – sowohl gegen unbefugten Zugriff als auch gegen äußere Einflüsse.
  • Kabel nicht herumliegen lassen: Das Kabel nach der Nutzung an eine Halterung zu hängen, ist eine gute Gewohnheit – für Ordnung und damit das Kabel nicht gequetscht wird.
Methode Was bringt sie? Grenzen
RFID-Karte Ohne Karte startet keine Ladung Die Karte darf nicht verloren gehen oder weitergegeben werden
Mobile App Starten, Stoppen und Überwachen aus der Ferne Das Gerät muss mit dem Internet verbunden sein
Benachrichtigungen und Nutzungsverlauf Unerwartete Nutzung erkennen Verhindert die Nutzung nicht, macht sie nur sichtbar
Abschließbarer Schutzschrank Begrenzt den physischen Zugang zum Gerät Erfordert Montage und Platz

Mehrere Nutzer: Wer hat wie viel geladen?

Teilen sich Familienmitglieder, mehrere Nachbarn im selben Gebäude oder Mitarbeitende in einem Büro dasselbe Ladegerät, stellt sich eine zweite Frage: Wie teilen Sie die Rechnung auf? Hier ist neben der Zugangskontrolle auch eine nutzerbezogene Auswertung wichtig.

Bei den Wandmodellen WTA3 und WTL von WiseCar können Sie das Gerät über die WiseCar App mit bis zu 15 Nutzern teilen und die Zugriffsrechte direkt in der App verwalten. Dank personenbezogener Auswertung sehen Sie für jeden Nutzer einzeln, wie viel Energie er verbraucht hat, wann er geladen hat und wie sein Nutzungsverlauf aussieht. Wenn Sie Ihren Stromtarif in der App hinterlegen, behalten Sie auch die Ladekosten im Blick. Wie sich der Tarif auf die Ladekosten auswirkt, erläutern wir in unserem Ratgeber Nachttarif für Elektroautos.

Worauf Sie bei der Wahl eines Modells mit Kartenfreigabe achten sollten

  • Kartenoption schon beim Kauf festlegen: Bei manchen Modellen ist RFID keine nachrüstbare Funktion, sondern eine Ausstattungsoption, die beim Kauf gewählt wird. Die Modelle WiseCar WTA3 und WTL sind mit oder ohne Kartenfreigabe erhältlich; die Kartenvariante finden Sie als eigene Option auf der Produktseite.
  • Fernzugriff: Dank der Verbindung über einen Server bieten WTA3 und WTL Zugriff per App, solange das Gerät mit dem Internet verbunden ist – auch wenn sich Ihr Smartphone nicht im selben WLAN oder in Bluetooth-Reichweite befindet. So können Sie den Ladevorgang stoppen, ohne in die Garage gehen zu müssen.
  • Wetterbeständigkeit: Gemeinschaftsparkplätze sind oft halboffene Bereiche. WTA3 und WTL verfügen über die Schutzart IP65. Worauf Sie in halboffenen und offenen Bereichen achten sollten, lesen Sie in unserem Beitrag Kann man ein Elektroauto im Regen laden?
  • Leistung und Phasen: Ob mit oder ohne Karte – die Leistung des Geräts muss zu Ihrer Elektroinstallation und zur AC-Ladeleistung passen, die Ihr Fahrzeug aufnehmen kann. Für einphasige Installationen ist auch das Modell WTL 7,4 kW einphasig mit oder ohne Kartenfreigabe erhältlich.
  • Standfuß statt Wand: Gibt es auf einem offenen Parkplatz keine geeignete Wand für die Montage, kommen die Varianten WTL mit Standfuß oder WTA mit Standfuß infrage.

Praktische Tipps zur Kartennutzung

  • Bewahren Sie die Karte im Fahrzeug an einer Stelle auf, an der Sie sie leicht erreichen, die von außen aber nicht einsehbar ist.
  • Verleihen Sie Ihre Karte nicht; ist eine gemeinsame Nutzung nötig, richten Sie lieber für jeden Nutzer eine eigene Berechtigung ein.
  • Wenn Sie Ihre Karte verlieren, aktualisieren Sie die hinterlegten Karten gemäß der Bedienungsanleitung Ihres Geräts oder wenden Sie sich an das WiseCar Callcenter.
  • Startet der Ladevorgang trotz vorgehaltener Karte nicht, prüfen Sie zuerst die Ladezeitplanung und das Ladelimit Ihres Fahrzeugs. Weitere mögliche Ursachen haben wir in unserem Ratgeber Elektroauto lädt nicht? zusammengestellt.

Installation und physischer Schutz

Bei Installationen auf einem Gemeinschaftsparkplatz muss das Gerät über Ihren eigenen Zähler versorgt werden; außerdem sind eine separate Leitung, eine passende Absicherung und ein Fehlerstromschutz erforderlich. Diese Arbeiten müssen unbedingt von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. In den Provinzen, in denen der Service angeboten wird, können Sie den WiseCar Montageservice für Ladestationen nutzen.

Wenn Sie das Gerät auch physisch schützen möchten, sehen Sie sich den WiseCar IP65 Schutzschrank an; für ein ordentlich verstautes Kabel empfiehlt sich die Ladekabelhalterung.

Häufig gestellte Fragen

Kann man das Ladegerät ohne RFID-Karte nutzen?

Bei einem Gerät mit Kartenfreigabe dient die Zugangskontrolle genau dazu, dass die Ladung nicht ohne Vorhalten der Karte startet. Auf welche anderen Arten sich das Gerät starten lässt, hängt vom Modell ab; schauen Sie dazu in die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

Kann RFID bei einem Gerät ohne Kartenfreigabe nachgerüstet werden?

Das hängt von der Hardware des Modells ab. Bei den Modellen WiseCar WTA3 und WTL wird die Variante mit oder ohne Kartenfreigabe beim Kauf festgelegt. Wenn Sie das Gerät in einem Gemeinschaftsbereich nutzen möchten, treffen Sie die Entscheidung am besten von Anfang an.

Darf mein Nachbar an meinem Gerät laden?

Das entscheiden ganz allein Sie. Bei den Modellen WTA3 und WTL können Sie Ihr Gerät über die App mit weiteren Nutzern teilen und dank personenbezogener Auswertung den Verbrauch jedes Nutzers einzeln einsehen.

Beeinflusst die RFID-Karte die Ladegeschwindigkeit?

Nein. Die Karte gibt lediglich den Start des Ladevorgangs frei. Die Ladegeschwindigkeit hängt von der Leistung des Geräts, Ihrer Elektroinstallation und der AC-Ladeleistung ab, die Ihr Fahrzeug aufnehmen kann.

Ich habe eine geschlossene, abschließbare Garage – brauche ich trotzdem ein Modell mit Kartenfreigabe?

In der Regel nicht. Wenn außer Ihnen niemand Zugang zu Ihrer Garage hat, reicht für die meisten Nutzer ein Modell ohne Kartenfreigabe zusammen mit der Überwachung per App aus.

Fazit

Steht Ihr Ladegerät an einem Ort, zu dem auch andere Zugang haben, macht die RFID-Karte daraus ein Gerät, das nur mit Ihrem Schlüssel funktioniert. In Wohnanlagen, an Arbeitsplätzen und in gemeinsam genutzten Bereichen ist die Kartenfreigabe – zusammen mit App, Benachrichtigungen und nutzerbezogener Auswertung – der praktischste Weg, sowohl Ihre Stromrechnung als auch Ihr Gerät zu schützen. In einer abgeschlossenen Garage genügt dagegen meist ein Modell ohne Kartenfreigabe.

Wenn Sie für Ihren Gemeinschaftsparkplatz eine Ladelösung mit Kartenfreigabe suchen, werfen Sie einen Blick auf die WiseCar Produkte oder wenden Sie sich an das WiseCar Callcenter unter 444 999 1.

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information. Das Anlernen von RFID-Karten, das Teilen mit Nutzern und der Fernzugriff können je nach Gerätemodell und Softwareversion variieren. Bei Installationen in Gemeinschaftsbereichen ist die Zustimmung der Hausverwaltung einzuholen; alle Arbeiten an der Elektroinstallation müssen von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden.

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